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In Kameradschaft voran (1983-2008)

In den Folgejahren war der Verein stets darum bemüht, zum einen seine Repräsentations-verpflichtungen zu erfüllen, zum anderen und insbesondere auch darum, durch gesellschaftliche Veranstaltungen verschiedenster Art das Vereinsleben zu pflegen. So wurde etwa der jährliche Vereinsausflug, zunächst nur eine Eintagesveranstaltung, auf Grund des regen Zuspruchs in Verein und Bevölkerung allmählich ausgeweitet zu einer viertägigen Reise mit sehr ansprechenden Zielen.

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Willi Nirschl hat den Verein, dem er seit der Gründung angehörte, von 1967 bis 1992 als 1. Vorstand geführt. Er musste diese Tätigkeit, mit der er 1967 als zweitjüngstes Vereinsmitglied betraut worden war und die er stets mit großer Energie und ausstrahlender Freude ausgeübt hat, 1992 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Auf Grund seiner überaus großen Verdienste um den Verein wurde ihm nach der Ehrung mit der goldenen Ehrennadel mit Eichenlaub im Jahr 1983 nach seiner Amtsabgabe die höchste Vereinsauszeichnung zuteil: Er wurde zum Ehrenvorstand ernannt und erhielt die höchste Verbandsauszeichnung, das Großkreuz des Bayerischen Soldatenbundes. Im Rahmen einer hierzu einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung, über die der ‚Grafenauer Anzeiger’ unter der Überschrift „Ein Veteran von altem Schrot und Korn“ berichtet, würdigte neben dem Verein auch der damalige Kreisvorsitzende des BSB, Gottfried Denk, die Leistung von Willi Nirschl und dankte ihm besonders für „so viele Freizeitopfer, Mühe und Sorge, die du dir um den Verein gemacht hast, um ihn mit Leben zu erfüllen und die Jugend dafür zu gewinnen“. Willi Nirschl verstarb im Dezember 1994. Unter großer Anteilnahme gab der Verein dem verstorbenen Kameraden das letzte Geleit.

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Alois Wirket gehörte dem Verein ebenfalls seit seiner Gründung an. Von Anfang an stand er als 1. Hauptmann mit an der Spitze und hat dabei in der ihm eigenen, immer freundlich-liebenswürdigen, hilfsbereiten, zuverlässigen und persönlich engagierten Art sehr viel für den Verein und seine gute Entwicklung getan, wofür er 1983 mit der höchsten Auszeichnung des DSKB, der goldenen Ehrennadel mit Eichenlaub, ausgezeichnet wurde. Als er 1990 nach 32 Jahren sein Amt als 1. Hauptmann niederlegte, wurde er zum Ehrenhauptmann ernannt. Seine Verdienste um das Wohl des Vereins und der Gemeinschaft würdigte anlässlich der Feier des 70. Geburtstags im Oktober 1982 Bruno Ölscher in seiner Chronik mit einer persönlichen Laudatio, in der er schreibt: „Der Jubilar gehört zu jenen wenigen Menschen einer Generation, die sich innerlich verpflichtet fühlen, über Beruf und Familie hinaus auch der größeren Gemeinschaft zu dienen... Besonders für die jungen Kameraden steht er stets als anspornendes Beispiel da, vor allem, weil er regelmäßig und pünktlich an den Veranstaltungen des Vereins teilnimmt und immer zur Stelle ist, wenn tätiger und selbstloser Einsatz gefordert wird. Ohne zu übertreiben kann hier festgestellt werden, dass Alois Wirket durch seinen treuen Einsatz in der Öffentlichkeit viel dazu beigetragen hat, echtes Gemeinschaftsgefühl nicht nur in den Vereinen, sondern auch in der ganzen Gemeinde zu fördern und lebendig zu erhalten. Dies soll hier festgehalten werden, damit auch spätere Jahrgänge lesen können, dass Bestand und Gedeihen des Vereins nur möglich sind, wenn jeder Einzelne bereit ist, sich einzusetzen und, wenn notwendig, auch Opfer zu bringen.“

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Alois Wirket verstarb im Januar 1995. Vorstand Alois Weber würdigte ihn am Grab als einen Kameraden, „der dem Verein stets die Treue gehalten und die Gemeinschaft vorbildlich mitgestaltet hat“.

 
Das langjährige Führungsteam Nirschl/Wirket wurde in seiner Arbeit für den Verein und die Gemeinschaft tatkräftig unterstützt von Aloisia Wirket, die von der Vereinsgründung an bis 1983, also 25 Jahre lang, mit viel persönlicher Hingabe und fördernder Sorge um den Verein als Fahnenmutter gewirkt hat und daher 1983 zur ‚Ehrenmutter’ ernannt wurde. Später erhielt sie für ihre „einzigartige, vorbildliche und immerwährende Mitarbeit im SKV Saldenburg während ihrer 25-.jährigen Tätigkeit als Fahnenmutter und danach als Ehrenmutter geleistete Arbeit für den Verein eine hohe Auszeichnung durch den DSKB, den Verdienstorden in Gold mit Rubin am Band mit Schleife.


Nachdem die beiden Gründungsmitglieder ihre Führungsämter abgegeben hatten, übernahm nach einer kürzeren Übergangszeit mit Willi Meindl bzw. Alois Weber als 1. Vorstand im Sommer 1996 Josef Liebl das Amt des 1. Vorstands. Er ist seither engagiert darauf bedacht, das Erbe im Sinne der Vereinsziele weiterzuführen, d.h. das Vereinsleben zu fördern und kontinuierlich an einer positiven Entwicklung des Vereins im Inneren und in der äußeren Präsentation weiterzuarbeiten. Das gilt vor allem auch für die Vorbereitung des 50-jährigen Gründungsfestes, Wie schon beim ersten langjährigen Führungsteam konnte auch Josef Liebl von Beginn seiner Vorstandschaftstätigkeit an auf rege Unterstützung bauen.


So ist hier insbesondere Josef Braml zu nennen, der nach der Wahrnehmung verschiedenster Ämter in der Vorstandschaft 1992 zum 1. Hauptmann gewählt wurde und der den Verein mit ständigem Einsatz, Verantwortungsgefühl und Pflichtbewusstsein unterstützt. Auch die Pflege des Vereinslebens liegt ihm besonders am Herzen, so gestaltet er seit Jahren gemeinsam mit seiner Frau Roswitha die weihnachtliche Tombola.


Ebenso muss an dieser Stelle der besondere Einsatzwille und die Tatkraft von Willi Meindl herausgehoben werden: Seit jeher übernimmt er führende Aufgaben – seit 1996 ist er stellvertretender Vorstand – kümmert sich um alle organisatorischen Belange, betreut die Reservisten und ist immer zur Stelle, wenn kameradschaftliche Hilfe gebraucht wird.


Außerdem wird auch in diesem Führungsteam mit Edeltraud Braml als Fahnenmutter die Kontinuität gewahrt. Edeltraud Braml übt nun ihren besonderen Gemeinschaftsdienst über 25 Jahre hin mit großer persönlicher Hingabe und stets mitsorgender und einsatz- sowie hilfsbereiter Art aus. Dadurch unterstützt sie den Verein in einer Weise, die sowohl großen Dank wie auch höchste Anerkennung verdient.

 

Unter den verschiedenen Veranstaltungen, Festen und Feiern des Vereins in diesen Jahren sticht ein Ereignis besonders heraus: Die Weihe des Kriegerdenkmals am neuen Platz.


Gegen Ende der 90er Jahre ergab sich im Zuge der grundlegenden Neugestaltung des Platzes zwischen Kirche und Rathaus die Möglichkeit, auch den Standort des Kriegerdenkmals in die Planungen miteinzubeziehen. Bürgermeister Gebert und der Gemeinderat standen der Maßnahme von Anfang an positiv gegenüber und sagten auch konkrete Hilfe zu. Man kam schließlich überein, das Kriegerdenkmal etwa in der Mitte des Platzes auf einem rautenförmig gestalteten Granitsockel vor dem markanten, naturbelassenen Felsen des Burgberges aufzustellen. Am 9. September 2000 konnte das mit viel Unterstützung des gemeindlichen Bauhofs versetzte Kriegerdenkmal mit einem Gottesdienst, den der Singkreis Saldenburg unter der Leitung von Frau Maria Kapsner mit der ‚Waldler-Messe’ musikalisch umrahmte, in Anwesenheit von allen Ortsvereinen und einigen Abordnungen von Nachbarvereinen an seinem neuen Standort feierlich eingeweiht werden. Pfarrer Paul Zillner verwies in seiner Festpredigt auf den Symbolgehalt von Kriegerdenkmal und Altar: Durch das Monument, „das an das Leiden unschuldiger Menschen, die Opfer von Krieg und Gewalt, Profitgier und Machtstreben einzelner Gewaltherrscher geworden seien, erinnere, würden wie durch den Altar die Menschen zu Gemeinsamkeit und Miteinander aufgerufen, um Frieden zu halten“ (Grafenauer Anzeiger vom 03.10.2000). Nach dem Gottesdienst klang das Fest mit einem gemütlichen Beisammensein in der ‚Binda-Schupfa’ aus.

 
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